Die Geschichte von Sudoku

Sudoku wirkt wie ein uraltes japanisches Rätsel. Ist es nicht. Der Name ist japanisch, die Idee kommt aus der Schweiz, die moderne Form aus den USA, und richtig berühmt wurde das Ganze erst in England.
Angefangen hat es im 18. Jahrhundert bei Leonhard Euler, der sich mit sogenannten lateinischen Quadraten beschäftigte, Zahlenrastern, in denen jede Zahl pro Zeile und Spalte nur einmal vorkommt. Kein Spiel, reine Mathematik. Die 3x3-Blöcke, die Sudoku heute ausmachen, kamen erst viel später dazu.
1979 tauchte dann in einem amerikanischen Rätselheft ein Spiel namens "Number Place" auf, vermutlich von Howard Garns entworfen, einem pensionierten Architekten aus Indiana. Wer genau die Idee hatte, ist bis heute nicht ganz geklärt, Rätselgeschichte ist selten gut dokumentiert.
Fünf Jahre später griff der japanische Verlag Nikoli das Format auf, machte kleine Anpassungen (symmetrische Muster, keine doppelten Ziffernhinweise) und gab ihm den Namen, den wir heute kennen: Sudoku, kurz für "die Ziffer soll nur einmal vorkommen". In Japan wurde es zum festen Bestandteil vieler Rätselhefte.
International bekannt wurde es aber erst 2004, als die britische Zeitung The Times begann, täglich ein Sudoku abzudrucken. Von dort aus ging es schnell: andere Zeitungen zogen nach, das Rätsel sprang über den Atlantik, und innerhalb weniger Jahre kannte es fast jeder.
Eine Randnotiz, die viele überrascht: Der Name "Sudoku" ist in Japan eine eingetragene Marke von Nikoli. International wird er trotzdem frei verwendet, als Gattungsbegriff für das Rätsel selbst.

