Wer hat Sudoku erfunden? Der wahre Ursprung des Rätsels

Viele denken bei Sudoku sofort an Japan, dabei liegt der Ursprung des Rätsels ganz woanders.
Der Vorläufer: Lateinische Quadrate
Die mathematische Grundidee hinter Sudoku geht auf den Schweizer Mathematiker Leonhard Euler im 18. Jahrhundert zurück. Er beschäftigte sich mit sogenannten "lateinischen Quadraten", Zahlenrastern, in denen jede Zahl in jeder Zeile und Spalte genau einmal vorkommt, das Grundprinzip von Sudoku, nur noch ohne die zusätzlichen 3x3-Blöcke.
Die moderne Form entsteht in den USA
Das Sudoku, wie wir es heute kennen, mit den zusätzlichen 3x3-Blöcken, wurde erstmals 1979 in einem amerikanischen Rätselmagazin veröffentlicht, unter dem Namen "Number Place". Der Ersteller war vermutlich Howard Garns, ein pensionierter Architekt aus Indiana, auch wenn die genaue Urheberschaft bis heute nicht zu hundert Prozent gesichert ist.
Japan macht es weltberühmt
Erst 1984 brachte der japanische Verlag Nikoli das Rätsel unter dem Namen "Sudoku" (eine Abkürzung für "suji wa dokushin ni kagiru", übersetzt etwa "die Ziffer soll nur einmal vorkommen") nach Japan und veränderte das Format leicht: symmetrische Rätsel, keine doppelten Zahlen-Hinweise. Von dort aus wurde es zum nationalen Rätsel-Phänomen.
Der weltweite Boom ab 2004
Der eigentliche globale Durchbruch kam 2004, als die britische Zeitung "The Times" begann, täglich Sudoku-Rätsel abzudrucken. Von England aus verbreitete sich das Rätsel rasant über Europa, die USA und den Rest der Welt.
Fazit
Sudoku ist also eine internationale Kollaboration: mathematische Wurzeln aus der Schweiz, das moderne Format aus den USA, den Namen und die Popularisierung aus Japan, und den weltweiten Boom aus Großbritannien. Ein Rätsel mit einer wirklich globalen Geschichte. Jetzt selbst ausprobieren.

